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        Ende letzten Jahres hatte mich so ein richtiger Rappel überkommen: Ich musste unbedingt daheim ausmisten und alten Krimskrams los werden. Obwohl ich noch gar nicht so lange in meiner Wohnung bin, hatte sich inzwischen doch schon so Einiges angesammelt. Leider.

        Liebe Freunde von mir brachten mich auf die Idee, mit dem Ausmisten in einem Monat. Das System funktioniert so, dass man jeden Tag so viel weg wirft, eben je nachdem welcher Tag im Kalender ist. Also hab ich am 10. November 10 Dinge weg geworfen. Am 16. November, genau, 16 Dinge. Undsoweiter undsofort… Eben einen Monat lang. Dabei kommt es nicht auf die Größe der Sache an. Oder ob man es nochmal zerlegt, dass daraus mehr Teile werden. Es geht tatsächlich um das bewusst mal wieder hin sehen und LOS LASSEN. Jeder der schonmal in Fahrt war und Dinge ausgemistet hat kennt das bestimmt, es kommt dieser Punkt, da macht das so richtig Spaß.

        Es gibt ja auch so tolle Möglichkeiten, sich von alten Dingen zu verabschieden. Man kann bei Freunden herum fragen, ob jemand was braucht, zum Flohmarkt gehen, auf den gängigen Online Foren sein Sach an den Mann bringen, gut erhaltene Kleidung und Schuhe verschenken usw..

        Denn unser Äußeres, unser Umfeld, sagt ja so viel über unser Innenleben aus. So liebevoll und wertschätzend wir mit unserer Umgebung umgehen, so spiegelt sich das dann auch wieder auf unser Innerstes. Und umgekehrt natürlich auch. Wenn wir von Altem im Außen los lassen, dann misten wir gewissermaßen auch im Inneren aus. Wir schaffen Raum. Und so fühlt sich das für mich auch tatsächlich an.

        Inzwischen hab ich mir angewöhnt vor bestimmten Tätigkeiten am Rechner, die meine volle Konzentration benötigen, erstmal den Schreibtisch und mein Umfeld aufzuräumen. Oder auch wenn ich meditieren möchte, sorge ich zumindest für eine gewisse Grundordnung um mich herum. Man könnte schon fast behaupten, dass mit dem Aufräumen die Meditation und die Selbstfürsorge beginnt. Ich bin jetzt zwar keine Aufräum-Heldin. Aber ich merke einfach, dass es wichtig ist, erstmal Raum zu schaffen. Und ja, das erfordert erstmal Zeit. Und vielleicht liegt genau darin der Schlüssel. Denn mit dem Aufräumen sind wir aufgefordert uns mit uns selbst zu beschäftigen und zurück zu kehren zum Wesentlichen. Ein schönes Geschenk, oder?

        Hier nochmal die Übung:

        • Suche dir einen Monat aus, um bei dir daheim kräftig auszumisten
        • Gib dir selbst das Versprechen, dieses Projekt durch zu führen
        • mach dir vielleicht eine Übersichtsplan, mit den einzelnen Tagen und einer Spalte zum Abhaken deiner ausgemisteten Anzahl an Dingen
        • mein Planer hing innen an der Haustür und hat mich immer wieder an mein Vorhaben erinnert
        • Geh mit Spaß, Freude & Leichtigkeit an dein Projekt

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